

Mr. Slater (geboren am 12. Juni 1968 in Reading, England) gehört zur Sperrspitze der britischen Technoszene, denn schon zu Beginn der Neunziger Jahre erregte er mit seinem harten, kompromisslosen Technosound Aufsehen. Egal für welches Label er veröffentlichte oder unter welchem Pseudonym er unterwegs war, immer zeichnete er sich durch seinen einzigartigen und genre-erweiternden Sound aus.
Zu seinen bekanntesten Stationen gehören z.b. Peacefrog, wo er unter dem Alias Planetary Assault Systems veröffentlichte und Djax Records, wo er das Pseudonym Clementine benutzte.
Luke Slater begann aber schon im Teenager-Alter sich mit Musik eingehender zu beschäftigen. So waren neben Klavierstunden auch schon einige Aktivitäten als Drummer in einer Band zu verzeichnen. Später dann erwachte sein Interesse an “synthetisch erzeugten Sounds” und er begann auf der 1957 Garrad Hi-Fi-Anlage seines Vaters mit Soundtexturen und abstrakten Noise zu experimentieren. So entdeckte er dann die Welt der Si-Fi Sounds jenseits der Begrenzung durch natürliche Instrumente. Die Erfahrung baute er später aus, indem er sich eine Roland 808 lieh.
The darkness shines brightly, showing that progressive can still be breathtaking…
Zu Beginn der 80iger tauchte dann Electro in der Welt des Luke Slaters auf. Dieser hatte sich aus den elektronischen Sounds von Künstlern wie Kraftwerk und Cabaret Voltaire entwickelt und war inzwischen zu einem Hybriden mutiert, welcher ausgezeichnet auf den Dancefloor passte.
Mr. Slater begann darauf hin - bewaffnet mit einer Handvoll Scratch-Platten, einem ausgenutzten Roland 808 und den Percussion-Fähigkeiten eines Freundes - seine eigene Vision von Musik zu definieren.
Als dann 1988 eine musikalische Revolution loszubrechen begann, befand sich Luke mittendrin, da er z.B. schon einige Zeit im Londoner Club “Troll” aufgelegt hatte (hauptsächlich einen Mix aus Electro und frühen “Jack”-Tracks). Ein Jahr später schloss er sich dann mit seinem Kumpel Alan Sage zusammen und produzierte mit ihm die erste Platte namens “Freebase”, welche auf dem kleinen Label des Plattenladens “Jelly Jam” erschien (in dem Laden arbeitete Luke mit Alan).
Danach ging seine musikalische Reise als Clementine auf Djax Records weiter und es folgten Electronica-Sachen unter dem Pseudonym Morganistic, Space-Funk-Classics als Planetary Assault Systems und weiteren Pseudonymen.
Aber die Erwartungshaltung der Kritiker und der Öffentlichkeit sowie die Festlegung auf diese Stile machte Luke immer mehr zu schaffen, so dass er seine ganzen Pseudonyme ablegte und nur noch unter seinem bürgerlichen Namen das Material veröffentlichen wollte, bei dem er sich wohlfühlte.
So unterschrieb er bei novamute, dem Techno-Label von Mute Records, um dann 1997 unter seinem eigenen Namen das Label-Debut “Freek Funk” zu veröffentlichen. Dort wechseln sich heftige Techno-Gewitter mit üppiger Instrumentierung ab.
1998 ging Luke dann wieder in sein Studio “Space Station Zero”, um seine Grenzen weiterauszuloten. Das Ergebnis “Wireless”, auf dem Luke sich seiner Electro-Wurzeln besann, erschien dann im darauffolgenden Jahr. “Wireless” enthielt auch die mit grossen Interesse bedachte Single “All Exhale”, an welche Luke dann nochmals Hand anlegte und im Oktober 2000 neue Versionen von “All Exhale” veröffentlichte, da das Feedback so riesig war.
Dann folgte etwas Ruhe, welche aber 2002 schon wieder vorbei war, da es Neuigkeiten gab. So wechselte Luke vom Techno-Sublabel novamute zum Mutterlabel Mute Records, um dort ein neues Album zu veröffentlichen. Begründet wurde der Wechsel mit dem Stilwechsel, den Luke vollziehen wollte und welcher eher auf das Mutterlabel passte als auf das Sublabel. Es folgte also das Album “Alright On Top”, auf dem Luke mit dem Sänger Ricky Barrow (Ex-Aloof) zusammenarbeitete. Sein Stil wechselte er vom UK Techno zu einem warmen Dance-Sound mit hymnenartigen Elektrosounds und der fantatischen Stimme von Barrow.
2004 und 2005 erschienen dann wieder einige Tracks auf novamute. So veröffentlichte Luke 2004 eine Vinyl-EP namens “Traktion Action” und steuerte dann 2005 den Track “Play The Cut” für die novamute-Compilation “Kompilation 2005″ bei.
Danach trennten sich die Wege von Luke und novamute bzw. Mute. Für ihn war nun die Zeit reif um sein eigenes Label an den Start zu bringen. Im April 2006 war es dann soweit - sein eigenes Label namens Mote-Evolver veröffentlichte die erste Platte. Mit dieser Veröffentlichung rief er dann auch gleich sein altes Projekt Planetary Assault Systems in den Orbit zurück. Nach einigen Veröffentlichungen andere Projekte erschien dann im Herbst wieder eine EP unter eigenem Namen.
Die Geschichte von Mote-Evolver und Luke Slater (inkl. seiner vielen Pseudonyme) wird nun 2007 weitergeschrieben - es bleibt spannend.

Luke Slater - Live at Wire, Yokohama 30-08-2003
Luke Slater - Decked Out Mix September 2008
Luke Slater - DJ Set at Clash Music Podcast 19-11-2009
Luke Slater - DJ Set at Higher Frequency Mixshow 05-06-2009
Luke Slater - Live at Subclub Glasgow 23-01-2009

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